hausnummer 07

Kriminelle geben sich als Familie oder Polizei aus und setzen gezielt auf Emotionen. Die Anrufe wirken glaubwürdig und treffen einen völlig unvorbereitet. Wer die Tricks kennt, kann sich schützen. Ein kurzer Anruf, eine vertraute Stimme, eine dringende Bitte. Telefonbetrug gehört seit Jahren zu den häufigsten Betrugsformen in Deutschland. Dabei werden gezielt ältere Menschen angesprochen. Die Täterinnen und Täter gehen systematisch vor. Sie durchsuchen Telefonverzeichnisse nach typischen Vornamen älterer Generationen und kurzen Rufnummern. Anschließend folgen breit gestreute Anrufe aus professionell organisierten Callcentern. Ist die passende Person am anderen Ende der Leitung, werden in vielen Fällen große Geldsummen erschlichen. Durchdacht und organisiert Hinter den Anrufen stehen häufig strukturierte Tätergruppen. Ermittlungsbehörden ordnen diese Delikte der organisierten Kriminalität zu. Die Beteiligten arbeiten arbeitsteilig, oft aus dem Ausland und nutzen einstudierte Gesprächsleitfäden. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und gleichzeitig Druck zu erzeugen. Betrugsanrufe verlaufen nicht zufällig – jede Reaktion 14 | Ratgeber Hallo Oma! Jetzt sag bloß, du weißt nicht, wer dran ist… Oma, ich kann sehr günstig ein Auto kaufen. Ich brauche aber schnell das Geld. Du bekommst es übermorgen wieder. Ich schicke einen Freund, der das Geld abholt. des Gegenübers wird gezielt aufgegriffen und gesteuert. Weit verbreitet ist der sogenannte Enkeltrick. Anrufende geben sich als Verwandte aus und beginnen bewusst vage, etwa mit „Weißt du, wer dran ist?“. Wird ein Name genannt, greifen sie diesen auf und entwickeln eine glaubhafte Geschichte. Es folgt eine angebliche Notlage, ein dringender Autokauf oder ein einmaliges Angebot, z. B. eine Immobilie. Gefordert werden Geld oder Wertsachen, häufig mit dem Hinweis, eine Vertrauensperson werde es abholen. Wie Telefonbetrug funktioniert Enkeltrick Ein Anruf kann Sie alles kosten

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