hausnummer 07

16 | Ratgeber Hilfe und Unterstützung Trotz aller Vorsicht gelingt es Täterinnen und Tätern immer wieder, Menschen zu täuschen. In solchen Fällen gilt: Vorfälle sollten unbedingt gemeldet werden. Jede Anzeige hilft, Täterstrukturen besser zu erkennen und weitere Straftaten zu verhindern. Unterstützung bieten unter anderem die Stiftung Opferhilfe e. V. sowie der WEISSER RING e. V. Auch Gespräche mit Angehörigen oder dem Hausarzt können helfen, das Erlebte einzuordnen und nächste Schritte zu klären. Telefonbetrug nutzt Vertrauen gezielt aus. Aufklärung, Aufmerksamkeit und klare Regeln reduzieren das Risiko erheblich und stärken die eigene Sicherheit im Alltag. Stiftung Opferhilfe e. V. Opferhilfebüro Göttingen 0551 403 1466 PoststelleGoettingen@opfer- hilfe.niedersachsen.de Online-Beratung WEISSER RING e. V. Außenstelle Göttingen 0151 55164698 goettingen@mail.weisser-ring.de Website Ihr Ansprechpartner bei der Polizeiinspektion Göttingen: Marko Otte, Polizeihauptkommissar, Beauftragter für Kriminalprävention 0551 49-2007 marko.otte@polizei.niedersachsen.de Download: Löschungsantrag für Telefonverzeichnis Haben Sie Interesse, an einem Vortrag zum Thema Betrugsprävention teilzunehmen? Rufen Sie uns an unter 051 37077 160, oder senden Sie eine E-Mail an n.bachmann@volksheimstaette.de Warum Täter Erfolg haben Die klassischen Vorgehensweisen basieren auf gezielter psychologischer Beeinflussung. Höflichkeit und Hilfsbereitschaft werden bewusst ausgenutzt. Viele Betroffene möchten ein Gespräch nicht abrupt beenden oder widersprechen ungern. Gleichzeitig setzen Täter auf Zeitdruck, um Rückfragen zu verhindern. Auch Vertrauen in staatliche Institutionen spielt eine Rolle, wenn sich Anrufende als Polizeibeamte ausgeben. Hinzu kommt ein weiterer Faktor: fehlende vergleichbare Erfahrungen. Wer eine solche Extremsituation zum ersten Mal erlebt, kann sie schwer einordnen. Genau diesen Moment nutzen Täter aus. Sie halten Gespräche bewusst aufrecht, um zu verhindern, dass Angehörige einbezogen oder Informationen überprüft werden. Klare Regeln für den Ernstfall N Keine persönlichen Daten oder finanziellen Informationen am Telefon preisgeben N Niemals Geld übergeben oder überweisen, wenn dies telefonisch verlangt wird N Möglichst wenig Bargeld zu Hause aufbewahren N Anrufende aktiv nach ihrem Namen fragen N Nie die angezeigte Nummer zurückrufen, sondern bekannte Kontaktdaten von Angehörigen nutzen N Gespräche aktiv beenden und sich nicht unter Druck setzen lassen N Im Zweifel Polizei unter 110 anrufen Zusätzlich kann ein innerhalb der Familie vereinbartes Kennwort helfen, echte Anliegen von Betrugsversuchen zu unterscheiden. Besonders der Verzicht auf öffentliche Telefonbucheinträge reduziert nachweislich das Risiko, von Betrügern kontaktiert zu werden. Ein entsprechendes Formular kann Ihnen die Polizei Göttingen zur Verfügung stellen. Wenden Sie sich dazu – und für alle weiteren Fragen zu dem Thema – gern an den Beauftragten für Kriminalprävention, Marko Otte. Info-Aufkleber in einem Taxi

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